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Migration: 9 Wichtige Aspekte zu beachten

Aktualisiert: 10. Sept. 2025



3 Menschen freuen sich auf der Bergspitze

Migration hat tiefgreifende und komplexe psychologische Auswirkungen auf

Menschen, da sie wichtige Veränderungen in der Identität, in Beziehungen und im

Lebensumfeld mit sich bringt.


Aus psychologischer Sicht kann der Migrationsprozess eine Reihe von

emotionalen Reaktionen und Phasen auslösen, die je nach Person, Art der

Migration und den Umständen variieren. Hier sind einige der häufigsten

psychologischen Prozesse und Effekte:


1. Trauer

  • Bei der Migration erleben viele Menschen eine Art "Trauer" über das, was

sie zurücklassen: Familie, Freunde, Heimat, Sprache und Kultur. Dies führt

oft zu Traurigkeit, Nostalgie und manchmal auch zu Depressionen.


2. Kulturschock

  • Die Ankunft in einem neuen Land bringt oft einen "Kulturschock" mit sich,

wenn die Kultur und sozialen Normen des neuen Ortes stark von denen

des Herkunftslandes abweichen. Dies kann Frustration und Verwirrung

auslösen.


3. Anpassungsstress

  • Die Herausforderungen, sich in ein neues Leben einzufinden, eine Sprache

zu lernen und Fuß zu fassen, können Stress verursachen. Dieser

„Anpassungsstress“ erhöht das Risiko von Angstzuständen und

Depressionen, besonders bei Menschen, die aufgrund traumatischer

Umstände migrieren.


4. Bikulturelle Identität

  • Mit der Zeit entwickeln viele migrierte Personen eine bikulturelle Identität.

Die Integration von Aspekten beider Kulturen kann bereichernd sein,

erzeugt jedoch auch das Gefühl, "nicht ganz dazuzugehören" – weder im

Herkunfts- noch im Aufnahmeland.


5. Nostalgie und Einsamkeit

  • Nostalgie kann in besonderen Momenten oder schwierigen Zeiten

intensiver werden und mischt sich oft mit Gefühlen der Einsamkeit und des

Unverstandenseins. Dies wird schwieriger, wenn im neuen Land kein

stabiles Unterstützungsnetzwerk vorhanden ist.


6. Resilienz und Anpassung

  • Trotz aller Herausforderungen entwickeln viele Menschen Resilienz, also die

Fähigkeit, Widrigkeiten zu überwinden. Diese Anpassungserfahrung

stärkt ihre inneren Ressourcen.


7. Schuldgefühle

  • Manche fühlen Schuld, weil sie ihre Liebsten zurückgelassen haben oder

weil sie ihnen finanziell nicht so helfen können, wie sie möchten. Diese

emotionale Belastung kann intensiv sein.


8. Psychische Gesundheitsprobleme

  • Migration, besonders unter schwierigen Bedingungen, kann psychische

Probleme wie Angstzustände, Depressionen oder posttraumatische

Belastungsstörungen auslösen.


9. Integration und Wohlbefinden

  • Mit der Zeit und der richtigen Unterstützung schaffen es viele

Migrantinnen, sich zu integrieren, ein neues Unterstützungsnetzwerk

aufzubauen und sich im neuen Land zurechtzufinden. Eine bikulturelle

Identität zu entwickeln, ermöglicht es ihnen, ihre Wurzeln zu bewahren und

sich positiv in die neue Gesellschaft einzufügen.


Der Migrationsprozess beinhaltet eine "psychologische Reise“, die in vielen

Fällen ebenso tiefgreifend ist wie die physische Reise.


Während des gesamten Prozesses ist emotionale, psychologische und soziale

Unterstützung wichtig, um den Menschen zu helfen, die Herausforderungen zu

bewältigen und eine positive Anpassung im neuen Land zu erreichen. Hier sind einige Vorschläge, die dir helfen können, dich besser zu integrieren:


  • Nimm an einem Kurs teil, um die Sprache zu lernen.

  • Teile deine Migrationserfahrung und deine Kultur mit anderen.

  • Reise öfter in dein Heimatland, wenn das möglich ist.

  • Öffne dich, um neue Menschen kennenzulernen und neue soziale

Netzwerke durch direkten Kontakt und auch online aufzubauen.

  • Trete Sport-, Freizeit-, Kultur-, Sozialvereinen usw. bei.

  • Engagiere dich ehrenamtlich.

  • Informiere dich in der Region, in der du lebst, über Programme für

Migrantinnen und Arbeitsintegration.

  • Informiere dich über die Anerkennung von Qualifikationen,

Aufenthaltsgenehmigungen, Arbeitsgenehmigungen usw.

  • Suche nach Seminaren, spezialisierten Workshops und Coachings, die

dir helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken.

  • Suche bei Bedarf nach spezialisierter Beratung, u.a. medizinische,

    psychologische oder psychiatrische Betreuung.



 
 
 

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